Freitag, 26. Juni 2009

En el chapare

Riesenschaukel, diese hier ist noch klein, gab aber bis zu 12m Höhe

Auf dem Weg ins chapare

In der Mine in Potosi

Dynamit der Minenarbeiter

Der "cerro rico" im Hintergrund

Im Salar auf dem Tunupa (5060m über Meereslevel)

Salaaaaaaaaaaaaaaaaaar

In der Kälte Uyunis

Feier in Warmi zum 25-jährigen der Produktion

(vergrößern)

(das hier auch) ist alles der Salar

Hier nur die Fotos zu meinen letzten Erlebnissen. Für Text ist keine Zeit...aber mir geht es gut, ich bin gerade in Paraguay und bald zurück!!!

Mittwoch, 3. Juni 2009

Machu Pichu





descanso im Dschungel mit Shaha und Udi



(mit Doppelklick vergrößern!)

(bitte vergrößern)
Putucusi(quechua) = fröhlicher Berg

Das Lama und der Esel

zu Besuch bei Tante Gloria in Cusco

Monolit im halb unterirdischen Tempel

Tihuanacutempel


Bolivien und Peru sind Brüder so wie ich und du, geht man von einer auf die andere Seit, entdeckt man alles im selben Kleid. Ein strahlend blauer See verbindet die Länder und so verschwimmen ihre Ränder, gäb es den Stempel im Reisepass nicht, fragte man sich: „Auf welcher Seite bin ich eigentlich?“ Hügelig, mit wenig Vegetation, und anscheinend dennoch ein guter Ort zum Wohnen, auf vielen tausend Metern Höh´ lebt es sich so ruhig wie vielerorts weiter unten nicht. Einfache Häuser, davon viele noch in Bau, machen den Beobachter auch nicht schlau, denn eisige Kält, vor allem nachts, hat sicher schon viele um den Schlaf gebracht. Man sieht Schafe, Alpacas und auch Lamas, manche weiß, manche braun, manche schwarz wie die Nacht. Heu, zum Trocknen aufgestellt, gibt neben arbeitenden cholitas ein idyllisches Bild. Die Erde liegt brach, alle paar hundert Meter ein Haus, doch die Menschen machen das Beste daraus. Copacabana hinter uns und Puno im Blick, wird keine Neuigkeit publik: Der Weg soll weiter nach Cusco führen, um dort die Schuhe für Machu Pichu zu schnüren.... (Rede war vom Altiplano)
Am Sonntag Morgen früh ging es los, die Vorfreude war riesengroß, zuerst schnell in den Bus gesetzt und auf dem Fahrrad den Berg hinuntergehetzt, eine wunderbare Landschaft um uns herum, ließ die Gruppe als Betrachter verstumm´, oben noch war es ziemlich kalt, doch es wurde wärmer bald, denn je weiter wir nach unten kamen, desto mehr auch die Temperaturen abnahmen, nach 43km war dann Schluss und so setzten wir uns wieder in den Bus, denn Dusche und Schlaf waren ein Muss. An Tag zwei stand ein Marsch auf dem Programm, durch den Urwald und durch Schlamm, wir haben in den acht Stunden kaum gesessen und waren doch für Mücken ein gefundenes Fressen, 23km bergauf und bergab, dich wir machten auf dem „camino del inca“ trotzdem nicht schlapp. Am Abend ein Bad in thermalen Quellen, ließ die Füße langsam abschwellen. Ein halber Tagesmarsch auf Schienen, sollte der Entspannung dienen, doch wenn man 7km auf Holzlatten stiert, wird man vor allem hypnotisiert. In Aguas calientes angekommen, wurde sofort der nächste Berg erklommen. Man konnte oben auf dem „Putucussi“ stehen und schon Machu Pichu zu sehen. An Tag vier ging es früh raus, das ist normal ein wahrer Graus, doch musste man um 4 Uhr aufstehen, um nach Machu Pichu zu gehen. Ein magischer Ort, fast komplett erhalten, ließ jeden Beobachter innehalten, Ruinen in einem riesigen Tal, was mit oft den Atem stahl. Man konnte gewissermaßen spüren, wie Inkas dort ihr Leben führen. Ich kletterte auch auf den Huaynach Pichu hinauf, denn von dort hat man eine tolle Sicht auf Machu Pichu drauf. Der Tag ging viel zu schnell vorbei und Machu Pichu und ich gingen wieder entzwei. Auf dem Weg heim nach Cochabamba, stieg ich aus mitten in der Pampa, denn auf dieser Tour, machte ich Stopp bei der Tihuanacu Kultur, diese, fast 3000 Jahre alt, lebte im „altiplano“ und dort ist es kalt, derzeit gräbt man alte Tempel aus der Erde, damit die Erinnerung wieder lebendig werde. Dies war ziemlich interessant, auch wenn hier nicht mehr so viel stand.
Jetzt bin ich zurück in Cocha, in der Stadt des rio Rocha, die letzte Woche in Warmi beginnt und die Zeit verrinnt und verrinnt.

Dienstag, 12. Mai 2009

Zu Gast in Sucre

Mal wieder bloqueo (23.04)

...währenddessen die Polizei gemütlich Eis aß und sich ausruhte

las cunas con Doña Maria

Unsere Vorschulkinder

Ein Teil der Großen

Nationalmannschaft Warmis

Sucre!

Gräber des Friedhofes

....da rauchts, hab aber trotzdem verloren, 3 mal :(

Nationalmannschaft der Freiwilligen

Schuften für die neue Maschine (s.u.)

Sucre, Hauptstadt Boliviens, war Schauplatz des zweiten Treffens aller deutscher Freiwilligen der Hermandad in Bolivien. Eine illustre Runde, mit der wir, da es bei den meisten, aber ganz besonders bei mir, schon langsam aber sicher dem Abschied entgegengeht, über Erlebnisse, Erfahrungen und persönliche Veränderungen reflektiert haben. Sucre war dabei ein mehr als angenehmer Gastgeber. Die „kleine“ Stadt, in welcher der Kolonialstil vergangener Jahrhunderte noch sehr schön erhalten wurde und nicht, wie in den meisten anderen bolivianischen Großstädten, dem Druck der Gebäude, dem Verkehr, der Werbung, der Schnelligkeit, Hektik und Unruhe des 21.Jahrhunderts nachgegeben wurde, schaffte mit ihren Hügeln und engen Gassen eine vertrauliche Atmosphäre für das Treffen, nur dass man die Stadt leider nicht ausreichend kennenlernen konnte, da dafür dank Gesprächsrunden in geschlossenen Räumen mit, der Sonne wegen, zugezogener Vorhänge kaum Raum bestand. Doch das, was man aus dem Wiedersehen mitnimmt, sind weniger die Ergebnisse des selbigen, als vielmehr die Freundschaften, die tolle, zufriedene, andere, lachende Zeit, die man mit den anderen Freiwilligen verbringt. Wir sind wie eine Familie, wenn wir uns auch kaum sehen und jeder in seinem Projekt und Dorf oder Stadt mehr mit sich selbst beschäftigt ist, als mit dem großen Ganzen der Gruppe, aber das macht dieses Zusammenkommen zu etwas ganz Besonderem, da man sich schon lange darauf freut und dann merkt, dass man so viel gemein hat. In den Gesprächen außerhalb der großen Gruppe waren vor allem die Spuren, die dieses Jahr in uns allen hinterlässt und die auch wir hinterlassen, das Thema. Schon mit dem Blick zurück nach Deutschland gerichtet stellt man sich so viele Fragen, da man, abgesehen von Gedanken, die sich um Zukunft, Studium und dergleichen drehen, sich hier ein eigenes Leben geschaffen hat und dieses nicht aufgeben möchte, da man sich fragt, wie man in der deutschen Gesellschaft, die so anders zu der bolivianischen ist, schnell oder je wieder zurechtfindet oder ob dieses Jahr ganz schnell wieder aus dem Kopf verschwindet und man sich dem deutschen Trott, der so steif und gleichtaktig ist sofort wieder anpasst und nur noch im Herzen und auf dem Papier mal ein Jahr in Bolivien war...

Auch in Warmi gab es zuletzt große Veränderungen! Eine neue Maschine zur Seifenherstellung wurde gebraucht gekauft, ein italienisches Modell, welches mehr und schneller produzieren soll, als die beiden bisherigen, speziell angefertigten, Maschinen. „Die Neue“ ist ein riesiges blaues Monstrum, die, mit ihrem Gewicht von sicher zwei Tonnen, nicht nur schwer zu bewegen war, großes Gerät (ein Kran) und viele starke Hände waren nötig, um sie überhaupt zu bewegen, sondern auch die Frauen des Projektes schwer beeindruckte. Ich zitiere: „UUUUUUI, UIIII, so eine große Schraube, UUUI! Die frisst auch unsere Arme, wenn wir nicht aufpassen. UUUUUUI“ (Anm. d. Red.: Schraube um Rohseife in eine Richtung zu befördern, um dann Stücke pressen zu können.) oder etwas wie: „UUUUI, das wird ein Spaß, wenn du dich nicht benimmst, stecken wir dich da rein Tobi!! HAHAHAHA“ -.- Als Operation „blaue Maschine“ am Freitag, den 08.05. abgeschlossen war, herrschte nicht nur große Erleichterung, sondern auch Vorfreude , das neue Gerät auszuprobieren, doch damit muss noch bis Montag gewartet werden.




Mittwoch, 15. April 2009

Hungerstreik

Alfredo, Joel, Marcelo, Gualberto y yo

Aniversario de Elena y Raúl Jiménez

Deutscher VW aus dem Jahre 1969!

Gründonnerstag

Käsespätzle am Karfreitag

Leider ein Sinnbild für Bolivien

Was gibt es nicht angenehmeres als ein langes Wochenende und wenn es dazu noch ein Osterwochenende ist, so bedeutet das, besonders in Bolivien, zwei Dinge: Kirche und Essen! Die Woche wurde mit dem vergangenen Palmsonntag, den 05.04., eingeleitet. Die kleine Kirche des beliebten padre Hugo platze in der Abendmesse aus allen Nähten und fast alle wedelten fröhlich mit einem Palmenkreuz oder einer sonstigen Figur aus Palmenzweigen. Am Gründonnerstag, den ich von Warmi aus schon frei bekommen habe, da dort auf Grund einer cucaracha- (auch chulupi oder Kakerlake) Plage alles chemikalisch behandelt wurde, machte ich abends einen weit verbreiteten Brauch mit: das Besuchen von 14 Kirchen! Symbolisch läuft man damit die 14 Leidensstationen Christi ab, doch der Pilgerer selbst muss in dieser Zeit nicht leiden. Das Besuchen der Kirchen besteht aus einem Rundgang und einem Gebet in der Kirche, um dann gleich zur nächsten weiterzugehen. Alles in allem bin ich in dieser Nacht acht Kirchen abgegangen, was ca. 5km Fußmarsch entsprach. Da die Bolivianer jedoch Menschen mit gesundem Hunger sind, gab es an jeder Ecke, besonders dort, wo viele Kirchen nahe beieinander stehen und somit auch sehr viele Gläubige unterwegs sind, ganz viele Leckereien! Man wurde regelrecht belagert von Gerüchen und Verführungen. Ich blieb jedoch standhaft und naschte nahezu nichts.
Den darauf folgenden Karfreitag ist es Brauch 12 Gerichte zu essen, den zwölf Aposteln gedenkend. Die Kunst ist, dies an nur einem Mittagessen zu tun. Es werden also so viele Teller wie möglich vorbereitet, damit man so viel verschiedenes, wie der Magen aushält zu sich nehmen kann. In der Nacht des Karfreitags habe ich dann mit Carol, Vicho und den beiden schwäbischen Freiwilligen aus Warmi, das typische Karfreitagsessen Baden-Würtembergs zubereitet und verspeist: Käspätzle! Am Samstag stand dann das Reste-essen und ein Geburtstag auf dem Programm, sowie am Sonntag die Ostermesse und ein ruhiger Nachmittag.
Ein Mensch in Bolivien aß jedoch während all der Feiertage keinen Happen und ging auch nicht zur Kirche: Evo Morales. Der „Präsident“ des Landes ist in einen Hungerstreik getreten, um ein Gesetz auf den Weg zu bringen, mit dem er im Dezember des Jahres erneut zum Präsidenten gewählt werden kann. Die Methoden seinen Willen durchzusetzen und viele seiner Entscheidungen steigern sich von Mal zu Mal an Fragwürdigkeit. Bereits jetzt hat er einen tiefen Keil des Rassismus durchs Land getrieben, den er dank seiner Politik immer weiter malträtiert und ausweitet. Die politische Situation Boliviens und die Situation vor allem der Menschen, besonders die der Armen, hat sich nicht verbessert und jeden Tag beschweren sich an allen Ecken und Enden alle Menschen über das Leben. Doch sie lieben ihr Land und hoffen, dass die Ungerechtigkeit, die nicht beseitigt, sondern nur verlagert wurde, irgendwann einmal aufhört, doch das dies in naher Zukunft geschieht ist, besonders bei genauer Betrachtung der Geschehnisse, Ereignisse, Entscheidungen und Lage nicht zu vermuten – leider!